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{"id":2465,"date":"2024-07-24T10:00:59","date_gmt":"2024-07-24T10:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/cmm360.swisscrmforum.com\/wp\/?post_type=artikel&#038;p=2465"},"modified":"2024-08-16T12:33:09","modified_gmt":"2024-08-16T10:33:09","slug":"genai-fuer-bessere-cx-best-practices-und-expertentipps","status":"publish","type":"artikel","link":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/artikel\/genai-fuer-bessere-cx-best-practices-und-expertentipps\/","title":{"rendered":"GenAI f\u00fcr bessere CX: Best Practices und Expertentipps"},"content":{"rendered":"<p>Es ist nicht so, dass die Gesch\u00e4ftswelt keine Erfahrungen mit KI h\u00e4tte. Doch bislang beschr\u00e4nkte sich der Einsatz auf \u00abklassische\u00bb k\u00fcnstliche Intelligenz mit selbst trainierten Modellen auf Basis eigener Daten. Die urspr\u00fcnglich von Google entwickelte Transformer-Architektur hinter den grossen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) bringt KI nun auf die n\u00e4chste Ebene &#8211; die Rede ist nat\u00fcrlich von generativer k\u00fcnstlicher Intelligenz (GenAI). Der grosse Unterschied von LLMs wie GPT von Open AI, Google Gemini oder Claude von Anthropic gegen\u00fcber klassischer KI: Sie sind bereits trainiert und lassen sich einfach \u00abab der Stange\u00bb als Service nutzen.<\/p>\n<p>Einfach? So einfach ist es nicht. Es braucht entsprechende Vorbereitung und vor allem eine Strategie, wozu generative KI eingesetzt werden soll. Grob lassen sich drei Einsatzgebiete unterscheiden, die die von Stufe zu Stufe an Komplexit\u00e4t zunehmen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>KI-Services in Arbeitspl\u00e4tze integrieren:<\/strong> Hier geht es um die Integration und Nutzung fertiger Services wie ChatGPT, <a href=\"https:\/\/www.swisscom.ch\/de\/business\/enterprise\/angebot\/new-work\/microsoft-cloud-services\/microsoft-copilot.html\">Copilot f\u00fcr Microsoft 365<\/a> oder den Bildgenerator Midjourney. Sie entlasten die Mitarbeitenden und erh\u00f6hen ihre Produktivit\u00e4t, damit sie sich um das Wichtigste k\u00fcmmern k\u00f6nnen: um ihre Kund*innen.<\/li>\n<li><strong>Bestehende LLMs in eigene Applikationen integrieren:<\/strong> Hierbei erweitert ein Unternehmen ein bestehendes Modell aus der Cloud um eigene Daten, um darauf eigene Anwendungen wie beispielsweise einen \u00abintelligenten\u00bb Chatbot im Kundendienst aufzubauen. Kundenanfragen k\u00f6nnen so triagiert und schneller verarbeitet werden, was zu h\u00f6heren Kundenzufriedenheit f\u00fchren kann.<\/li>\n<li><strong>Modelle mit eigenen Daten trainieren und betreiben:<\/strong> Hierbei nutzt ein Unternehmen die Grundf\u00e4higkeit von LLMs, die Verarbeitung von Text und Sprache, um darauf komplett eigene Applikationen zu entwickeln und allenfalls selbst zu betreiben. Dazu werden die Modelle zus\u00e4tzlich mit eigenen, themenspezifischen Daten trainiert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie haben schon einiges \u00fcber die Einsatzm\u00f6glichkeiten von k\u00fcnstlicher Intelligenz erfahren und m\u00f6chten den Grundstein f\u00fcr Ihr KI-Projekt legen? Eine M\u00f6glichkeit hierzu bietet der <a href=\"https:\/\/www.swisscom.ch\/de\/business\/enterprise\/angebot\/platforms-applications\/business-process-tranformation\/rethink-conversational-ai-workshop.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Swisscom Rethink AI Workshop<\/a>.<\/p>\n<p>Im Folgenden liegt das Augenmerk insbesondere auf der Stufe 2, da derzeit die meisten Kundenserviceanwendungen auf dieser Ebene realisiert werden.<\/p>\n<p>Diese zweite Stufe macht den Schritt weg von KI-Assistenten am Arbeitsplatz hin zur Integration von KI-Funktionalit\u00e4ten in eigene Applikationen. Zum Einsatz kommen bestehende, vortrainierte Modelle, die als Cloud-Service angeboten werden. \u00abHier beziehen Unternehmen typischerweise Services eines Hyperscalers wie Azure, AWS oder Google Cloud\u00bb, sagt <strong>Tim Giger, Consulting Leader Data &amp; AI bei Swisscom<\/strong>. \u00abDiese Foundation Models (Basismodelle) lassen sich beispielsweise mit Retrieval Augmented Generation (RAG) zus\u00e4tzlich um eigene Daten erg\u00e4nzen.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nutzer solchen Applikationen ist die KI-Komponente nicht direkt ersichtlich. Die Bedienung erfolgt \u00fcber eine Plattform des Unternehmens, wie dessen Website oder das Intranet.<\/p>\n<h2><strong>Drei Use Cases f\u00fcr den Kundendienst und Verkauf<\/strong><\/h2>\n<p>Die beschriebenen KI-gest\u00fctzten Applikationen k\u00f6nnen sich sowohl an Mitarbeitende wie auch an Kunden richten und bieten folgende drei zentrale Anwendungsm\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<h3><strong>Use Case 1: Chatbot mit generativer KI<\/strong><\/h3>\n<p>Die naheliegendste Anwendung f\u00fcr generative KI auf dieser Stufe besteht in einem \u00abintelligenten\u00bb Chatbot, beispielsweise im Kundendienst oder Verkauf. \u00abWir sprechen hier vom klassischen Chatbot oder auch Voice-Bot, der aber nicht einfach weiterleitet, sondern die Anfrage versteht und selbst bearbeiten kann\u00bb, sagt dazu <strong>Kai Duttle, Consultant bei Swisscom Interaction &amp; Process Management<\/strong>. Solche Anwendungen werden auch als <em>conversational AI<\/em> bezeichnet.<\/p>\n<p>Bestehende Chatbots k\u00f6nnen mit generativer KI leistungsf\u00e4higer werden und Mitarbeitende von Routinearbeiten entlasten. Dabei ist es zentral, den Nutzen im Auge zu behalten, sagt Kai Duttle: \u00abWir m\u00fcssen die Technologie so einsetzen, dass sie den Kundennutzen verbessert, und nicht um der Technologie willens.\u00bb<\/p>\n<h3><strong>Use Case 2: Verarbeitung aufgezeichneter Gespr\u00e4che<\/strong><\/h3>\n<p>In einem Contact Center aufgezeichnete Anrufe (mit Einwilligung) lassen sich mit generativer KI transkribieren und zusammenfassen. Die Ergebnisse lassen sich auf vielf\u00e4ltige Weise nutzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Als Information im Supportverlauf f\u00fcr andere Mitarbeitende, wenn eine Person erneut anruft<\/li>\n<li>Sentimentanalyse der Anrufe f\u00fcr ein Stimmungsbild<\/li>\n<li>Insights gewinnen \u00fcber h\u00e4ufig nachgefragte Themen an der Hotline<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Informationen k\u00f6nnen f\u00fcr den Betrieb und die Weiterentwicklung eines Contact Centers genutzt werden, etwa bei der Schulung der Mitarbeitenden oder f\u00fcr die Automatisierung von Prozessen bei h\u00e4ufig nachgefragten Support-Themen.<\/p>\n<h3><strong>Use Case 3: Wissensdatenbank und Unternehmenssuche<\/strong><\/h3>\n<p>Es ist wohl in jedem gr\u00f6sseren Unternehmen so, dass Mitarbeitende viel Zeit damit verbringen, interne Informationen zu suchen. Eine KI-gest\u00fctzte Wissensdatenbank, die mit allen relevanten Informationen gef\u00fcttert wurde, kann diesen Aufwand deutlich verringern. Und allenfalls auch eine interne Suchfunktion ersetzen. Technisch entspricht diese Wissensdatenbank dem Chatbot aus dem ersten Use Case. Auch das Vorgehen zur Umsetzung ist vergleichbar.<\/p>\n\n<p>M\u00f6chten auch Sie in Ihrem Kundenservice k\u00fcnstliche Intelligenz einsetzen, um das Kundenerlebnis zu verbessern? Erarbeiten Sie mit einem Swisscom Experten eine Implementierungsstrategie im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.swisscom.ch\/de\/business\/enterprise\/angebot\/platforms-applications\/business-process-tranformation\/rethink-conversational-ai-workshop.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ReThink Conversational AI Workshop<\/a>.<\/p>\n<h2><strong>Wie k\u00f6nnen Unternehmen KI-Projekte angehen?<\/strong><\/h2>\n<p>Um die Erfolgschancen von KI-Projekten zu steigern, empfehlen beide Experten, schrittweise vorzugehen und im Kleinen zu beginnen, also bei Stufe 1. \u00abAus dem Blickwinkel des Kundendienstes beginnt KI vielleicht mit Antwortvorschl\u00e4gen auf E-Mails\u00bb, empfiehlt Kai Duttle. \u00abEin n\u00e4chster logischer Schritt w\u00e4re, die Textanfragen auszuwerten.\u00bb Dies, obwohl im Kundendienst ein Grossteil der Anfragen \u00fcbers Telefon l\u00e4uft. \u00abAber der Textbereich ist einfacher in der Umsetzung\u00bb, erg\u00e4nzt Kai Duttle.<\/p>\n<p>Und noch ein Aspekt ist dem Experten f\u00fcr Kundendienst-Technologien wichtig: \u00abGenerative KI ist kein Technologie-Thema, sondern ein Customer-Experience-Thema. Die Kunden-Journey muss so gestaltet werden, dass generative KI f\u00fcr beide Seiten einen Mehrwert bietet und gerne genutzt wird.\u00bb<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt drei Grundsatzfragen, die sich jedes Unternehmen unbedingt stellen sollte, wenn sie ein KI-Projekt langfristig erfolgreich angehen m\u00f6chte, erkl\u00e4rt Tim Giger:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Datenqualit\u00e4t:<\/strong> Wie steht es um die Qualit\u00e4t der unstrukturierten Daten? Sind sie korrekt oder k\u00f6nnten sie die Ergebnisse verzerren und einem Bias unterliegen? Die Aussagekraft der eigenen Daten sollte vorg\u00e4ngig gepr\u00fcft werden. Allenfalls ist eine Bereinigung notwendig.<\/li>\n<li><strong>Wahrscheinlichkeit oder Genauigkeit:<\/strong> Die wohl entscheidende Frage lautet: Ist ein probabilistisches Resultat \u2013 also zu gewissem Grad wahrscheinliches Resultat \u2013 akzeptabel? Oder wird ein genau berechnetes, deterministisches Ergebnis ben\u00f6tigt? Im ersten Fall ist (generative) KI eine Option, in zweitem Fall mag eine Datenbankabfrage die bessere Wahl sein.<\/li>\n<li><strong>Klassische oder generative KI:<\/strong> Die Art der verwendeten Daten beeinflusst die Wahl des Modells. Wenn es in einem Prozess um textbasierte Informationen geht, kann generative KI ein sinnvoller Ansatz sein. Auf der numerischen Seite, also im Umgang mit Zahlen, sind vielleicht Machine Learning oder Deep Learning besser geeignet, um Prognosen zu erstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Wo steht der Einsatz von generativer KI heute?<\/h2>\n<p>Trotz der rasanten technischen Entwicklung bei den grossen Sprachmodellen l\u00e4sst sich recht klar sagen, wo die Unternehmen heute stehen. \u00abDer gr\u00f6sste Nutzen ist heute ein Effizienz-Case. Unternehmen nutzen generative KI, um effizienter zu arbeiten\u00bb, sch\u00e4tzt Tim Giger die Situation ein. Viele Unternehmen befinden sich auf Stufe 1, indem sie KI-Services nutzen oder deren Einf\u00fchrung planen. Neben den digitalen Arbeitspl\u00e4tzen profitiert gem\u00e4ss Kai Duttle im Moment vor allem der Kundendienst von generativer KI: \u00abHier geht es um Chatbots und Sprache. Das ist der Bereich, in dem generative KI am ausgereiftesten ist und den gr\u00f6ssten Nutzen bringt.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generative KI revolutioniert den Kundenservice, indem sie Unternehmen hilft, Kundenbed\u00fcrfnisse effizienter zu erf\u00fcllen. Sie kann auf drei Komplexit\u00e4tsstufen eingesetzt werden: fertige KI-Services wie ChatGPT, Erweiterung bestehender LLMs mit eigenen Daten, und ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sungen durch Training von Modellen. Der h\u00e4ufigste Einsatz ist die Integration in eigene Anwendungen, wo Chatbots Anfragen eigenst\u00e4ndig bearbeiten und Kundenzufriedenheit steigern. Zudem verbessern transkribierte Gespr\u00e4che und KI-Wissensdatenbanken die Effizienz im Contact Center. Erfolgreiche KI-Projekte beginnen klein, mit sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung von Datenqualit\u00e4t und Modellwahl.<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":2509,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","categories":[166,77,164],"artikelbranche":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/2465"}],"collection":[{"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2465"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/2465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7537,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/2465\/revisions\/7537"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2509"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2465"},{"taxonomy":"artikelbranche","embeddable":true,"href":"http:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikelbranche?post=2465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}