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{"id":4223,"date":"2022-03-24T05:45:00","date_gmt":"2022-03-24T03:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cmm360.swisscrmforum.com\/wp\/artikel\/new-work-new-normal\/"},"modified":"2024-08-29T14:20:30","modified_gmt":"2024-08-29T12:20:30","slug":"new-work-new-normal","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/artikel\/new-work-new-normal\/","title":{"rendered":"New Work \u2013 New Normal?"},"content":{"rendered":"<p>Dabei n\u00e4hert man sich der Frage sehr gut mit der Betrachtung eines anderen, ebenfalls 26 Jahre alten Konzepts, n\u00e4mlich der Service-Profit-Chain. Der Grundgedanke dieses Konzepts \u00abzufriedene Mitarbeitende generieren zufriedene Kunden\u00bb erf\u00e4hrt dieser Tage Wiederauferstehung als <a href=\"\/tag\/employee-experience\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abEmployee Experience\u00bb<\/a>. Wow. Das best\u00e4tigt die alte These meiner Schwiegermutter, dass man Sachen nur genug lange aufheben muss, dann werden sie schon wieder modern. Recht hat es, das Schwiegi.<\/p>\n<p>So sprechen die Autoren der Service- Profit-Chain James Heskett, Earl Sasser und Leonard Schlesinger von interner Servicequalit\u00e4t als Treiber von Mitarbeiterzufriedenheit, welche daf\u00fcr sorgt, dass Mitarbeitende l\u00e4nger im Unternehmen bleiben und (auch dadurch) produktiver werden. Kunden, die ja eine schnelle, kompetente und sympathische L\u00f6sung ihres Anliegens erwarten, erhalten diese durch die angesprochene Produktivit\u00e4tssteigerung und so entsteht externe Servicequalit\u00e4t und damit Kundenzufriedenheit. Super Theorie!<\/p>\n<p><span>Die Service-Profit-Chain: <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_7735\" aria-describedby=\"caption-attachment-7735\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7735\" src=\"https:\/\/www.cmm360.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Service-Profit-Chane.jpg\" alt=\"Service Profit Chane\" width=\"602\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Service-Profit-Chane.jpg 602w, https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Service-Profit-Chane-300x84.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7735\" class=\"wp-caption-text\">Service Profit Chane &#8211; Bild: Nils Hafner<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Interessant ist dabei dann, was denn \u00abInterne Servicequalit\u00e4t\u00bb oder neudeutsch: \u00abEmployee Experience\u00bb heisst? Wo liegen denn genau die Stellhebel, um hier wirklich f\u00fcr ein besseres Kundenerlebnis zu sorgen. Heskett und Kollegen nennen hier vier Managementbereiche: die Auswahl der Mitarbeitenden, die Gestaltung des Jobs an sich, die Arbeitsplatzgestaltung, Sicherheit, Awards und Wertsch\u00e4tzung, aber auch die Werkzeuge, mit denen an der Kundenfront gearbeitet werden.<\/p>\n<p>Was heisst das konkret? Beginnen wir doch einmal mit der Auswahl der Mitarbeitenden:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Mechanismen habe ich denn als Unternehmen, um diejenigen zu entschl\u00fcsseln, die sich besonders gut mit meiner kundenorientierten Vision identifizieren k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Woran erkenne ich, wer bereit ist f\u00fcr diese Vision zu arbeiten und der seine Kraft daraus sch\u00f6pft, dieser Vision n\u00e4her zu kommen? Wer nutzt denn seine Kreativit\u00e4t, die ja \u00abNew Work\u00bb wesentlich beinhaltet, im Sinne des Kunden?<\/li>\n<li>Wie h\u00e4ufig ist die Vision oder der Kunde eigentlich Bestandteil von Einstellungs-, Beratungs- oder Karrieregespr\u00e4chen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allein anhand dieser drei Fragen sind Unternehmen an und f\u00fcr sich schon heute gut in der Lage, eine systematische Vorw\u00e4rtsentwicklung anzustossen und zu steuern.<\/p>\n<p>Doch damit nicht genug. Wie sehen denn die Werkzeuge aus, die meine Mitarbeitenden in die Lage versetzen, ihre Einstellung und ihre Kompetenzen beim Kunden voll auszusch\u00f6pfen? Das gilt f\u00fcr den Arbeitsplatz wie auch f\u00fcr IT-Systeme. In Bezug auf den Arbeitsplatz kann hier sicher durch flexibleres und selbstbestimmtes Arbeiten eine h\u00f6here Mitarbeiterzufriedenheit erreicht werden. Das zeigen diverse Studien.<\/p>\n<p>Viel wichtiger ist jedoch, dass nicht nur das \u00abWo\u00bb und das \u00abWann\u00bb der Arbeit thematisiert werden, sondern auch das \u00abWomit\u00bb. Und hier kommt im Hinblick auf New Work vor allem <a href=\"\/tag\/crm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das CRM-System<\/a> ins Spiel. Macht es den Mitarbeitenden Freude, das CRM-System zu bedienen? Findet er oder sie alles, was er oder sie braucht, um effizient zu arbeiten und somit auch einen Teil der Arbeitszeit kreativ zu nutzen? Oder kostet die Systembedienung prim\u00e4r Zeit und Nerven? Dies ist eines der entscheidenden Auswahlkriterien f\u00fcr die Evaluation von CRM und Kundenkontaktl\u00f6sungen. Ohne die Stimme der massgeblichen Mitarbeitenden ist eine Systemevaluation n\u00e4mlich unvollst\u00e4ndig. Daten werden nicht eingetragen, das System wird zu wenig genutzt, es entsteht keine Routine und keine Erfahrung. Das Problem mit einer solchen Vorgehensweise: \u00abCool\u00bb ist kein Beurteilungskriterium f\u00fcr das Top-Management. Die Bedeutung von User Experience eines Systems muss also vermittelt und quantifiziert werden.<\/p>\n<p>In der F\u00fchrung der Mitarbeitenden stellen sich zudem eine Menge Fragen, von deren Beantwortung <a href=\"\/tag\/employee-experience\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Grad der Employee Experience <\/a>zunehmend abh\u00e4ngig ist:<br \/>\nKennen die Mitarbeitenden ihre Aufgaben? Wie kompetent f\u00fchlen sich Mitarbeitende bei dem, was sie tun? Wie nehmen die Mitarbeitenden ihre F\u00fchrung wahr? Wie gut ist die Infrastruktur, die Mitarbeitenden dabei hilft, ihre Aufgaben zu erf\u00fcllen? Wie klar sind die Zielvorgaben? Wie gut nehmen die Mitarbeitenden die an sie gerichtete Kommunikation wahr? Wie gut nehmen die Mitarbeitenden die an die Kundschaft gerichtete Kommunikation wahr? Als wie sicher empfinden Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz? Und was ist mit der Entlohnung? Wie sehr k\u00f6nnen sich Mitarbeitende auf ihren Chef und ihren Arbeitgeber verlassen?<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist in den meisten Unternehmen einfach zu beschreiben:<br \/>\n\u00abF\u00fcr den Kunden denken und vorausdenken.\u00bb So beschreibt es ein sehr erfolgreicher Contact Center-Leiter eines grossen Schweizer Finanzdienstleisters. Und daf\u00fcr muss man eben analytisch und kreativ sein: \u00abWir l\u00f6sen nicht nur das Problem des Kunden, sondern erkl\u00e4ren auch, warum es aufgetreten ist und zeigen auf, wie der Kunde das gegebenenfalls sogar selbst beheben kann.\u00bb Und solche Leistungen sucht dieser Manager bei den einzelnen Mitarbeitenden gezielt und zeichnet diese aus. Dar\u00fcber wird unternehmensintern berichtet als \u00abBest Practice\u00bb, es gibt die Auszeichnung von \u00abCustomer Champions\u00bb. By the way auch das nichts Neues: McDonald&#8217;s macht das mit dem \u00abMitarbeiter des Monats\u00bb seit Jahrzehnten. Immerhin nach wie vor der weltweite Marktf\u00fchrer in Fast Food. Mag man halten von, was man will.<\/p>\n<p>Und da kommen wir wieder zur\u00fcck zur Service-Profit-Chain und warum dieses Kind mit \u00abEmployee Experience\u00bb oder <a href=\"\/tag\/arbeit-4-0-new-work\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abNew Work\u00bb<\/a> wohl einen neuen Namen braucht: Da tut sich nix! Oder zu wenig. Nur wenige HR-Abteilungen in der DACH-Region sind strategisch aufgestellt. Als Ausnahmen kann man seit jeher die weltweit t\u00e4tigen Beratungen im Strategie-, Pr\u00fcfungs- und Implementationsbereich sehen. Und auch einzelnen Pharmafirmen scheinen diese Zusammenh\u00e4nge verstanden zu haben. Und f\u00fcr alle anderen hier noch einmal: Nur zufriedene, produktive, gut ausgebildete und systemm\u00e4ssig unterst\u00fctzte Mitarbeitende k\u00f6nnen selbstbestimmt und kreativ arbeiten und sorgen so f\u00fcr zufriedene Kunden. Nur: Wer ist der Mood-Manager, der EX aus dem Dornr\u00f6schenschlaf der \u00abagilen Prototypen\u00bb holt?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sooo neu ist das Ganze gar nicht! New Work mit dem Anspruch der \u00abFreiheit zu arbeiten, wo und wann man will\u00bb und der dadurch entstehenden Selbstst\u00e4ndigkeit und Kreativit\u00e4t ist durch das (erzwungene) Homeoffice zu Covid-Zeiten gerade in aller Munde. Man will die \u00abguten Aspekte\u00bb erhalten. Dabei ist das Konzept in seinem Ursprung von Frithjof Bergmann schon 17 Jahre alt. Die Frage stellt sich, was das f\u00fcr den Kunden des Unternehmens bedeutet.<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":4224,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","categories":[101,78,218],"artikelbranche":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/4223"}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artikel"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4223"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/4223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7736,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikel\/4223\/revisions\/7736"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4223"},{"taxonomy":"artikelbranche","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/artikelbranche?post=4223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}