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{"id":4448,"date":"2021-11-11T07:00:00","date_gmt":"2021-11-11T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cmm360.swisscrmforum.com\/wp\/artikel\/retouren-das-dicke-ende-fuer-den-ecommerce-mittelstand\/"},"modified":"2021-11-11T07:00:00","modified_gmt":"2021-11-11T05:00:00","slug":"retouren-das-dicke-ende-fuer-den-ecommerce-mittelstand","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/artikel\/retouren-das-dicke-ende-fuer-den-ecommerce-mittelstand\/","title":{"rendered":"Retouren \u2013 das \u201edicke Ende\u201c f\u00fcr den eCommerce Mittelstand?"},"content":{"rendered":"<p>Beim Stichwort eCommerce fallen fast jedem als erstes die wenigen gro\u00dfen Anbieter wie Amazon, eBay oder Zalando ein. Allerdings gibt es gerade im Mittelstand-Mekka Deutschland viele weitere Unternehmen, die sich sehr erfolgreich im Onlinehandel etabliert haben. Egal, ob es sich um H\u00e4ndler f\u00fcr spezielle Zielgruppen oder Warensegmente handelt oder den gelungenen Cross-Over vom station\u00e4ren Handel zum Omnichannel-Gesch\u00e4ft \u2013 Alternativen zu den dominierenden Marktf\u00fchrern liegen voll im Trend<span>(i)<\/span>. Hat ein Anbieter jedoch den erfolgreichen Sprung in den Onlinehandel geschafft, kommt f\u00fcr manchen das \u201edicke Ende\u201c in Form der Retouren. Retourenspezialist BuyBay zeigt f\u00fcnf H\u00fcrden auf, die Retourenmanagement gerade f\u00fcr den Mittelstand zu einer gef\u00fcrchteten Problematik machen. Das neueste BuyBay Whitepaper gibt zus\u00e4tzliche Einblicke in Kostenfallen, verschenkte Potenziale sowie Ansatzpunkte f\u00fcr die Optimierung der Retourenmanagement-Prozesse und des sogenannten \u201eGradings\u201c von zur\u00fcckgesendeten Waren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nachdem sie sich \u00fcber Jahre konsolidiert hatte, w\u00e4chst die eCommerce-Landschaft zurzeit wieder. Die Studie \u201eDie Marktplatzwelt 2020\u201c listet allein in der DACH-Region mehr als 170 verschiedene Marktpl\u00e4tze<span>(ii)<\/span>. Hinzu kommen zahlreiche spezialisierte Onlineshops. Gerade die j\u00fcngeren K\u00e4ufer-Generationen haben zus\u00e4tzliche Anspr\u00fcche an Marken und Anbieter. Sie bevorzugen Marken, die einen tieferen Sinn und Zweck authentisch und nachvollziehbar vertreten und verlangen auch von den H\u00e4ndlern ethisches Handeln, so eine Studie von Accenture<span>(iii)<\/span>. Die Haltung dieser Gruppe hat laut Einsch\u00e4tzung der Analysten massive Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten. Denn sie setze sehr bewusst ihren Einfluss und ihre Kaufkraft ein, um eigene Wertvorstellungen durchzusetzen. Mit dem Thema Nachhaltigkeit hat auch der sogenannte \u201eReCommerce\u201c, der Wiederverkauf zur\u00fcckgesendeter oder gebrauchter und gepr\u00fcfter Artikel, Einzug in den Onlinehandel gefunden.<\/p>\n<p>Der Umgang vieler H\u00e4ndler mit R\u00fccksendungen, die teilweise sogar vernichtet werden, ist auch in diesem Zusammenhang massiv in die Kritik von Verbrauchern, Verb\u00e4nden und der Politik geraten. Die \u201eObhutspflicht f\u00fcr H\u00e4ndler\u201c soll als Bestandteil des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) st\u00e4rker gesetzlich verankert werden. Dazu z\u00e4hlt unter anderem das Verbot, Elektro- und Elektronikger\u00e4te vor oder nach der R\u00fccksendung an den H\u00e4ndler durch eine Entsorgung dem Markt zu entziehen, wenn diese nach einer Instandsetzung oder Wiederaufbereitung noch nutzbar w\u00e4ren. H\u00e4ndler sollen zuk\u00fcnftig Verzeichnisse \u00fcber alle Retouren sowie deren Verbleib f\u00fchren und k\u00f6nnten gesetzlich belangt werden, wenn sie gegen entsprechende Vorgaben versto\u00dfen<a href=\"#_edn4\">(iv)<\/a>. Aber wie sollen gerade mittelst\u00e4ndische Unternehmen dies umsetzen? Bei vielen Anbietern fehlen die Ressourcen, um alle Prozesse intern abzubilden und dabei zus\u00e4tzlich auch noch die geforderte Transparenz sicherzustellen.<\/p>\n<h2>F\u00fcnf H\u00fcrden beim Retourenmanagement<\/h2>\n<h3>Fehlende Priorit\u00e4t<\/h3>\n<p>Der eCommerce-Markt ist st\u00e4ndig in Bewegung. F\u00fcr die Verantwortlichen gibt es daher fast immer gesch\u00e4ftskritische, eilige Aufgaben, um das Tagesgesch\u00e4ft am Laufen zu halten. Gerade durch die gestiegene Nachfrage in den Pandemie-Jahren sind viele Mittelst\u00e4ndler bereits an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen gesto\u00dfen. Wie effektiv oder profitabel die unvermeidlichen R\u00fccksendungen abgewickelt werden, hat auf den ersten Blick eine weit weniger hohe Priorit\u00e4t.<\/p>\n<h3>Keine klare Zust\u00e4ndigkeit<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend es bei Gro\u00dfunternehmen meist einen \u201cReverse Logistics Manager\u201d gibt, haben mittelst\u00e4ndische Anbieter oft keinen dedizierten Verantwortlichen f\u00fcr die Prozesse rund um das Retourenmanagement. Entsprechend fehlt auch h\u00e4ufig die strategische Einbindung des Bereichs in die \u00fcbergreifende Gesch\u00e4ftsstrategie. Das betrifft Investitionen in neue Systeme oder strategische Partnerschaften genauso wie Portfolio-Erweiterungen oder andere Gesch\u00e4ftsentscheidungen. Wird zum Beispiel das Produktsortiment erweitert, wird dabei selten ber\u00fccksichtigt, wie sich dies auf das Retourenmanagement auswirkt.<\/p>\n<h3>Komplexe Prozesse<\/h3>\n<p>Sicherzustellen, dass Kunden Produkte bequem zur\u00fccksenden k\u00f6nnen, bringt bereits viele Anforderungen mit sich. Hier beginnt jedoch das Retourenmanagement erst. Nach der Annahme der R\u00fccksendungen folgt das sogenannte &#171;Grading&#187; &#8211; die Pr\u00fcfung, Evaluierung und Aufarbeitung von zur\u00fcckgegebenen Produkten. Dies ist eine arbeitsintensive und zeitaufw\u00e4ndige Aufgabe. Einerseits m\u00fcssen die verschiedenen Retourenkategorien, von &#171;neuwertig&#187; bis &#171;stark besch\u00e4digt&#187;, ber\u00fccksichtigt werden. Andererseits erfordern Produkte wie Kaffeemaschinen, Smoothie-Mixer, M\u00f6bel oder Sportger\u00e4te ganz andere Bearbeitungsprozesse als Produkte mit personenbezogenen Informationen, wie Laptops und Fernsehger\u00e4te. Je diverser das Warenportfolio, desto mehr Testverfahren und Fachkr\u00e4fte werden ben\u00f6tigt. Fehler bei der Bewertung und Aufbereitung k\u00f6nnen zu sofortigen Gewinneinbu\u00dfen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das \u201cGrading\u201d sollte zumindest eine Funktionspr\u00fcfung und -beschreibung sowie die Reinigung der retournierten Produkte, die Anfertigung detaillierter Fotos und die sichere Entfernung personenbezogener Daten umfassen. Als n\u00e4chsten Schritt m\u00fcssen sich die Unternehmen um die R\u00fccksendungen k\u00fcmmern, die wieder verkauft werden sollen. Die Abwicklung der notwendigen Schritte zur Auflistung der Produkte und die Bekanntmachung aller erforderlichen Informationen in den verschiedenen Vertriebskan\u00e4len \u2013 Marktpl\u00e4tze, Auktionsplattformen und\/oder eigener Websitebereich f\u00fcr B-Ware \u2013 erfordern ebenfalls Personalressourcen und verursachen Kosten.<\/p>\n<h3>Mangelnde Ressourcen<\/h3>\n<p>H\u00e4ufig verf\u00fcgen mittelst\u00e4ndische Unternehmen nicht \u00fcber die Ressourcen und technischen Einrichtungen, um die Retourenmanagement-Prozesse komplett intern abzuwickeln. Spezielle Softwarel\u00f6sungen k\u00f6nnen die Abwicklung unterst\u00fctzen, aber die Implementierung ist nicht f\u00fcr jeden Anwendungsfall rentabel. Viele H\u00e4ndler sind sp\u00e4testens bei \u00fcberquellenden Warenlagern so mit der Retouren-Thematik \u00fcberfordert, dass sie sich daf\u00fcr entscheiden, die Warenliquidierung \u00fcber Gro\u00dfabnehmer abzuwickeln. Dies ist allerdings die am wenigsten rentable und nachhaltige Art, Retouren zu verkaufen. Dabei wird je nach Warengruppe oft nicht einmal 10 Prozent des eigentlichen Warenwerts realisiert und einige Retouren werden sogar vernichtet.<\/p>\n<h3>Untersch\u00e4tzte Profitbremse<\/h3>\n<p>Die Kosten f\u00fcr Retouren machen allein im deutschen Onlinehandel jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag aus<span>(v)<\/span>. Gerade bei mittelst\u00e4ndischen Anbietern k\u00f6nnen hohe Verluste durch Retouren die Bilanz empfindlich belasten. Durch die fehlende Priorisierung, Zust\u00e4ndigkeit und strategische Einbindung fehlt in vielen Unternehmen jedoch bereits die grundlegende Transparenz \u00fcber alle Kosten, die mit den Retourenprozessen verbunden sind. Zudem gibt es weitere Faktoren, die zu verlorenem Potenzial und entgangenen Gewinnen f\u00fchren k\u00f6nnen &#8211; etwa, wenn die R\u00fccksendungen nicht rechtzeitig wiederverkauft werden oder die Entscheidungen \u00fcber den Vertriebskanal und die Preisgestaltung nicht klug getroffen werden.<\/p>\n<p>\u201eEin effizienteres und nachhaltigeres Retourenmanagement bietet viele Ansatzpunkte, um Kosten zu senken und die Profite zu erh\u00f6hen. Ein nachhaltigerer Umgang mit Retouren und deren R\u00fcckf\u00fchrung in den Konsumkreislauf bietet au\u00dferdem einen guten Ansatz f\u00fcr die Positionierung, die Differenzierung des Wettbewerbes und das Gewinnen neuer Kundengruppen\u201c, erkl\u00e4rt Alexander Lange, Business Development Manager bei BuyBay. \u201eUnternehmen sollten sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen, ob sie alle notwendigen Prozesse intern umsetzen k\u00f6nnen und wollen, oder ob sie (Teil-)Prozesse an einen spezialisierten Partner auslagern, um sich st\u00e4rker auf ihr Kerngesch\u00e4ft zu konzentrieren. F\u00fcr viele Entscheider ist eine der Hauptsorgen in Bezug auf die Auslagerung des Retourenmanagements die Angst, die Kontrolle \u00fcber ihre Produkte und deren weitere Verwertung zu verlieren. Es ist daher sehr wichtig zu pr\u00fcfen, ob ein potenzieller Partner volle Transparenz \u00fcber den Status und den Verbleib jedes einzelnen Produkts im Retourenprozess bieten kann. Wenn dies gew\u00e4hrleistet, werden kann, spricht vieles f\u00fcr den Erfolg einer solchen Zusammenarbeit.\u201c<\/p>\n<h3>Orientierungshilfe gefragt?<\/h3>\n<p>Das Whitepaper \u201eRetourenmanagement: Versteckte Kosten und verschenkte Potenziale\u201c gibt eine genaue \u00dcbersicht \u00fcber (versteckte) Kosten in den verschiedenen Prozessschritten des Retourenmanagements und zeigt auf, wo sich Gewinnpotenziale verstecken. Eine Checkliste hilft dabei einzuordnen, welche Bereiche ein Unternehmen intern abdecken kann und wo Prozesse mit externer Hilfe eines Partners optimiert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Kostenloser Download des Whitepapers unter: <a href=\"https:\/\/www.buybay.com\/de\/knowledge\/retourenmanagement-versteckte-kosten-und-verschenkte-potenziale\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Retourenmanagement &#8211; Versteckte Kosten und verschenkte Potenziale (buybay.com)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\">(i)<\/a> <a href=\"https:\/\/www.boersenblatt.net\/archiv\/1738566.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.boersenblatt.net\/archiv\/1738566.html<\/a><br \/><a href=\"#_ednref2\">(ii)<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ecom-consulting.de\/marketplace-landscapes\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.ecom-consulting.de\/marketplace-landscapes\/<\/a><br \/><a href=\"#_ednref3\">(iii)<\/a> <a href=\"https:\/\/www.accenture.com\/de-de\/insights\/strategy\/generation-purpose\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.accenture.com\/de-de\/insights\/strategy\/generation-purpose<\/a><br \/><a href=\"#_ednref4\">(iv)<\/a> <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/kontraste\/kreislaufwirtschaftsgesetz-101.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/kontraste\/kreislaufwirtschaftsgesetz-101.html<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.elektrogesetz.de\/themen\/das-neue-elektrogesetz-elektrog3-2022\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.elektrogesetz.de\/themen\/das-neue-elektrogesetz-elektrog3-2022\/<\/a><br \/><a href=\"#_ednref5\">(v)<\/a> <a href=\"http:\/\/www.retourenforschung.de\/definition_statistiken-retouren-deutschland.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.retourenforschung.de\/definition_statistiken-retouren-deutschland.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Stichwort eCommerce fallen fast jedem als erstes die wenigen gro\u00dfen Anbieter wie Amazon, eBay oder Zalando ein. 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