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{"id":4602,"date":"2021-08-27T06:00:00","date_gmt":"2021-08-27T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cmm360.swisscrmforum.com\/wp\/artikel\/fuenf-wichtige-schritte-auf-dem-weg-zur-smart-city\/"},"modified":"2021-08-27T06:00:00","modified_gmt":"2021-08-27T04:00:00","slug":"fuenf-wichtige-schritte-auf-dem-weg-zur-smart-city","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/artikel\/fuenf-wichtige-schritte-auf-dem-weg-zur-smart-city\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf wichtige Schritte auf dem Weg zur Smart City"},"content":{"rendered":"<p>St\u00e4dte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, das Leben nachhaltiger, sicherer und integrativer zu gestalten. Smart-City-Konzepte mit ihren intelligenten L\u00f6sungen in den Bereichen Mobilit\u00e4t, Energie, Wohnen und \u00f6ffentliche Verwaltung sind die Basis daf\u00fcr. NTT Ltd., ein f\u00fchrendes, weltweit t\u00e4tiges IT-Dienstleistungsunternehmen, nennt die wichtigsten Schritte in Richtung smarte Stadt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine nachhaltigere Energieversorgung, intelligentere Verkehrs- und Transportsysteme, ges\u00fcndere und komfortablere Wohnr\u00e4ume, bessere und gerechtere Bildung \u2013 Smart Cities sollen die Lebensqualit\u00e4t, die Wirtschaft und die Zukunftsf\u00e4higkeit urbaner Lebensr\u00e4ume verbessern. Politik, Forschung und Wirtschaft treiben derzeit unterschiedliche Einzelprojekte, Initiativen und Kooperationen voran, in denen neue, intelligente Technologien entwickelt und getestet werden. Zwar gibt es gef\u00f6rderte Smart-City-Modellprojekte, aber keinen deutschlandweiten Smart-City-Masterplan, weshalb sich der Einstieg in das Thema anspruchsvoll gestaltet. Aus Sicht von <a href=\"http:\/\/www.hello.global.ntt\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">NTT <\/a>m\u00fcssen interessierte St\u00e4dte und Gemeinden auf folgende Punkte achten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Eine langfristige Vision definieren<\/strong>. Das Umsetzen eines Smart-City-Projekts nimmt viel Zeit in Anspruch. Deshalb muss jede Stadt f\u00fcr sich einen Plan entwickeln, der die aktuelle Legislaturperiode \u00fcberdauert sowie eine umfassende Beteiligung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gew\u00e4hrleistet. Bei einer Laufzeit von 20 bis 30 Jahren, die man f\u00fcr ein ganzheitliches Smart-City-Konzept ansetzen muss, wird es f\u00fcr die Verantwortlichen schnell zu einer grossen Herausforderung, die k\u00fcnftigen Stadtoberen unabh\u00e4ngig von der politischen Partei an Bord zu halten. Erst wenn die Vision steht, kann zudem eine Strategie definiert werden. Gleichzeitig gibt es beim Thema Smart City kein Einheitsmodell, das einfach so auf jede Stadt \u00fcbertragen werden kann. In die Planung m\u00fcssen vielmehr spezielle Charakteristiken sowie die eigene Geschichte und Identit\u00e4t einbezogen werden.<\/li>\n<li><strong>Alle Stakeholder mit an Bord holen<\/strong>. Die Entwicklung von smarten L\u00f6sungen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum erfordert eine angemessene Zusammenarbeit und Beteiligung aller Interessensgruppen \u2013 von kommunalen Einrichtungen \u00fcber die Privatwirtschaft bis hin zu externen Investoren etwa \u00fcber Fonds oder Indizes. Alle Stakeholder k\u00f6nnen mit ihren Kenntnissen, F\u00e4higkeiten und Mitteln einen grossen Beitrag f\u00fcr die Schaffung neuer nachhaltiger Stadtmodelle leisten. Dabei gilt: Je fr\u00fcher und je umfassender die Einbindung in Entscheidungsprozesse stattfindet, desto gr\u00f6sser ist der Nutzen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Smart City. Gleichzeitig ist es wichtig, eine themen- und ressort\u00fcbergreifende Zusammenarbeit zu f\u00f6rdern, um Prozesse neu zu denken und integrierte L\u00f6sungen zu entwickeln. Sinnvoll ist es zudem, fr\u00fchzeitig Digitalisierungs- und IT-Experten ins Boot zu nehmen \u2013 nur so lassen sich Technik-Silos verhindern.<\/li>\n<li><strong>Auf die Interessen der B\u00fcrger eingehen<\/strong>. Smart-City-Projekte m\u00fcssen f\u00fcr und mit den Menschen entwickelt werden \u2013 nur so l\u00e4sst sich eine hohe Akzeptanz auf Seiten der B\u00fcrger f\u00fcr die Digitalisierungsprojekte sicherstellen. Um zu wissen, was sie interessiert und wo es Probleme im Alltag gibt, helfen Workshops, Umfragen und Stadtlabore weiter. Es m\u00fcssen allerdings Beteiligungsmechanismen f\u00fcr die B\u00fcrger implementiert werden, die mehr als reines Infomaterial bereithalten: Gerade die neuen Medien mit ihren kollaborativen Ans\u00e4tzen und Visualisierungseffekten bieten eine gute M\u00f6glichkeit, Interesse zu erzeugen und die Mitarbeit zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<li><strong>Die passende Data Governance erarbeiten<\/strong>. Daten spielen in der Stadt von heute und morgen eine immer gr\u00f6ssere Rolle. Von Geo- \u00fcber Echtzeitdaten bis Bev\u00f6lkerungsregister liegen sie allerdings in der Regel verstreut vor, zudem fehlt es an fundierten Nutzungskonzepten. F\u00fcr eine Smart City muss die Verf\u00fcgbarkeit und die Verkn\u00fcpfung dieser Daten erleichtert werden, nur so wird die Entwicklung neuer Dienstleistungen f\u00fcr B\u00fcrger und Unternehmen m\u00f6glich. Ziel ist dabei, mit den Daten einen Mehrwert zu schaffen \u2013 indem etwa das Ticket f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr sehr g\u00fcnstig ist, der B\u00fcrger im Gegenzug aber seine Bewegungsdaten anonym teilt. Mit Hilfe von Data Governance l\u00e4sst sich ein Konzept \u00fcber die Datenhoheit f\u00fcr Stadt, Wirtschaft und B\u00fcrger erarbeiten, das auch die Grundlage f\u00fcr datengetriebene Gesch\u00e4ftsmodelle und damit die Refinanzierung von Smart-City-Projekten ist. Technische Voraussetzung ist eine offene, standardisierte und interoperable Plattform. Gleichzeitig gilt es, die Datenschutzbedenken der B\u00fcrger ernst zu nehmen und \u00fcber die Konformit\u00e4t mit der DSGVO die Privatsph\u00e4re sicherzustellen.<\/li>\n<li><strong>Die verf\u00fcgbaren F\u00f6rdermittel aussch\u00f6pfen<\/strong>. Die Finanzierung von Smart-City-Projekten ist anspruchsvoller als bei konventionellen Infrastrukturvorhaben. Der Erfolg, wie auch die Risiken, sind nur schwer absch\u00e4tzbar, zudem haben manche der verwendeten Technologien eine sehr kurze Halbwertszeit. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist der Projekterfolg, sowohl inhaltlich wie auch finanziell, nur schwer prognostizierbar. Dies erfordert eine Kombination aus staatlicher und privater Finanzierung. Auf Ebene der Europ\u00e4ischen Union, des Bundes und auch der Bundesl\u00e4nder stehen dabei unterschiedliche F\u00f6rderprogramme zur Auswahl, die sich hinsichtlich Umfang, Bedingungen und F\u00f6rderzweck stark unterscheiden. Hinzu kommen Finanzspritzen zu Technologien wie 5G, Themen wie \u00f6ffentlicher Personennahverkehr oder der Luftreinhaltung. Um angesichts dieses umfangreichen Angebots nicht den \u00dcberblick zu verlieren, ist die regionale Stelle f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung eine gute Anlaufstelle.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eW\u00e4hrend Pionierst\u00e4dte wie Darmstadt in den letzten Jahren Erfahrungen in der Umsetzung von Smart-City-Projekten gesammelt haben, brauchen die meisten anderen St\u00e4dte und Gemeinden viel Unterst\u00fctzung. Denn auf dem Weg zu einer Smart City oder Smart Region l\u00e4sst sich nicht einfach ein Schalter umlegen. Vielmehr geht es darum, kontinuierlich intelligente L\u00f6sungen f\u00fcr die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsqualit\u00e4t zu realisieren\u201c, erkl\u00e4rt Marcus Giehrl, Director Digital Transformation bei NTT Ltd.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4dte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, das Leben nachhaltiger, sicherer und integrativer zu gestalten. 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