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{"id":5763,"date":"2020-03-31T09:18:48","date_gmt":"2020-03-31T07:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/cmm360.swisscrmforum.com\/wp\/artikel\/100000-ehrenamtliche-arbeitsstunden-gegen-das-virus-und-das-an-einem-einzigen-wochenende\/"},"modified":"2020-03-31T09:18:48","modified_gmt":"2020-03-31T07:18:48","slug":"100000-ehrenamtliche-arbeitsstunden-gegen-das-virus-und-das-an-einem-einzigen-wochenende","status":"publish","type":"artikel","link":"https:\/\/staging.cmm360.ch\/wp\/artikel\/100000-ehrenamtliche-arbeitsstunden-gegen-das-virus-und-das-an-einem-einzigen-wochenende\/","title":{"rendered":"100\u2019000 ehrenamtliche Arbeitsstunden gegen das Virus. Und das an einem einzigen Wochenende."},"content":{"rendered":"<p><strong>3000 internationale Talente aus \u00fcber 80 L\u00e4ndern entwickeln im Rahmen eines Schweizer Hackathons 306 technologiebasierte L\u00f6sungen zur COVID-19 Krise.<\/strong> <\/p>\n<p>Von Freitagabend (27.03.2020) bis Montagabend (30.03.2020) brachte die gemeinn\u00fctzige Initiative #CodeVsCOVID19 &#8211; unter dem Patronat von zwei Departementen des Bundes (EDI und WBF) &#8211; knapp 3000 internationale ExpertInnen in 22 verschiedenen Zeitzonen f\u00fcr den gleichnamigen Online-<a href=\"https:\/\/digitalfestival.ch\/en\/HACK\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Hackathon <\/a>zusammen. Entstanden sind mehr als 300 innovative Open-Source-Prototypen, um das Leben in der Zeit von COVID-19 zu erleichtern: Sie sollen Leben retten und die globale Resilienz steigern. Im Fokus standen Themen wie Maschinelles Lernen, Datenaggregation f\u00fcr Gesundheitssysteme, Logistik und Warenwirtschaft, Soziales, Kultur und Gesellschaft. Mit finanziellen Beitr\u00e4gen und einem breiten Netzwerk von Partnern wird nun die Implementierung herausragender Projekte, die durch ein Fachgremium identifiziert wurden, gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Starke Ergebnisse in k\u00fcrzester Zeit<\/h2>\n<p>Die Resultate sind open-source basierte Prototypen wie Mobile- und Webapps. Sie adressieren dringende gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen in Zusammenhang mit der COVID-19 Krise. Gr\u00f6sster Beliebtheit erfreuten sich Prototypen f\u00fcr Themen wie den Ressourcenabgleich von Material, Personal und Kapazit\u00e4ten in Spit\u00e4lern, Vereinfachung von Nachbarschaftshilfe, zuverl\u00e4ssige Visualisierungen zur Ausbreitung des Virus, Sicherstellung der richtigen und regelm\u00e4ssigen H\u00e4ndehygiene, Vereinfachung von Social Distancing und der Vermeidung von Menschenansammlungen, Prognose von Kapazit\u00e4t und Auslastung von Einkaufsl\u00e4den um Warteschlangen zu vermeiden, vielseitige Diagnosetools, Tools f\u00fcr Kommunikation und sozialen Interaktion im Home Office, Heimunterricht und f\u00fcr \u00e4ltere Menschen, L\u00f6sungen zur Vereinfachung der richtigen Selbstisolation und Plattformen zur \u00dcbersicht von Testkapazit\u00e4ten weltweit und von bereits immunisierten Personen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Organisatoren und Teilnehmenden stand von Anfang der gr\u00f6sstm\u00f6gliche Nutzen aller Projekte im Vordergrund. Deswegen wurde auf eine explizite, individuelle Pr\u00e4mierung einiger weniger Gewinner verzichtet. Projekte k\u00f6nnen sich unter Angabe der konkreten n\u00e4chsten Schritte um einen finanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung bewerben, um deren L\u00f6sungsans\u00e4tze schnell der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<h2>Arbeitsvolumen von 100 Jahren in 3 Tagen<\/h2>\n<p>Von Freitagabend bis Montagabend, 27. bis 30. M\u00e4rz 2020, kamen w\u00e4hrend 72 Stunden 2600 TeilnehmerInnen und 350 MentorInnen aus 85 L\u00e4ndern und 22 Zeitzonen auf zwei Onlineplattformen zusammen. W\u00fcrde man das Arbeitsvolumen der Teilnehmenden kumulieren, entspr\u00e4che dies dem von \u00fcber 100 Arbeitsjahren einer einzelnen Person oder einem 50k\u00f6pfigen Entwicklungsteam f\u00fcr ein ganzes Jahr.<\/p>\n<p>In interdisziplin\u00e4ren Teams aus Tech-Spezialistinnen, MedizinerInnen, EpidemiologInnen und weiteren Fachpersonen, wurden in k\u00fcrzester Zeit gemeinsame L\u00f6sungsans\u00e4tze ausgearbeitet. Obwohl viele von ihnen (z.B. \u00c4rzte, Virologen, Pflegefachpersonen) in diesen Tagen besonders unter Druck stehen, investierten sie Zeit und Energie. Ihre Bereitschaft \u2013 aber auch die von all den anderen beteiligten Personen &#8211; war ein einmaliges Zeichen der Solidarit\u00e4t und ein grosser Motivator f\u00fcr die Teilnehmenden zugleich.<\/p>\n<p>Rachel Salomonsen (Oxford Epidemiology Services), eine von 350 MentorInnen, unterst\u00fctzte gleich mehrere Teams und verfolgte dabei verschiedene Ans\u00e4tze zur Prognose der COVID-19 Pandemie. Diese Ans\u00e4tze beruhen auf Technologien des Maschinellen Lernens. Sie betrachten l\u00e4nderspezifisch die Effektivit\u00e4t von Massnahmen in einzelnen Entwicklungsstadien der Viruserkrankung. Simon Hofer und sein Team suchten zum Beispiel mit dem Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz nach Mustern zur Unterscheidung vom Klang von COVID-19-Husten gegen\u00fcber anderen Hustenreizen.<\/p>\n<h2>Appell f\u00fcr Weiterentwicklung und Anwendung im Alltag<\/h2>\n<p>Im Vordergrund steht jetzt, verschiedene L\u00f6sungsans\u00e4tze schnell weiterzuentwickeln, und wo immer m\u00f6glich im Alltag anzuwenden. Dabei spielen die Partner und Medien eine wichtige Rolle: Die Resultate der Initiative sollen so schnell wie m\u00f6glich und so breit wie m\u00f6glich geteilt werden. Umso besser sich die Ideen verbreiten, desto besser k\u00f6nnen sie im Alltag implementiert und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Die <a href=\"https:\/\/codevscovid19.devpost.com\/submissions\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"><strong>Resultate sind \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und k\u00f6nnen eingesehen werden<\/strong><\/a>. Interessierte, die zur Weiterentwicklung der Projekte beitragen wollen, k\u00f6nnen sich direkt bei den Organisatoren melden.<\/p>\n<p>Die Community wird auch in den kommenden Wochen weiterhin aufrechterhalten und aktiv unterst\u00fctzt, so dass der Austausch fortgesetzt werden kann. Die Teilnehmenden werden zudem motiviert, an Folgeinitiativen in den entsprechenden L\u00e4ndern und Regionen teilzunehmen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste pers\u00f6nliche Treffpunkt der Community in der Schweiz wird der HackZurich sein, welcher vom 18. bis 20. September 2020 im Rahmen des Digital Festivals in Z\u00fcrich stattfindet.<\/p>\n<h2>Die COVID-19 Krise hat ungeahnte Kr\u00e4fte mobilisiert<\/h2>\n<p>F\u00fcr technologische Spitzentalente ist HackZurich einer der renommiertesten Programmierwettbewerbe weltweit. Die Organisatoren verf\u00fcgen \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrung in der effizienten Durchf\u00fchrung systematischer Massenkollaborationen &#8211; ein Ansatz, der in k\u00fcrzester Zeit zu konkreten Ergebnissen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die gemeinn\u00fctzige Initiative #CodeVsCOVID19 wurde von einem kleinen Team mit einer Vorlaufzeit von nur einer Woche organisiert und w\u00e4re ohne die tatkr\u00e4ftige Mitarbeit vieler Freiwilligen und Partnern unm\u00f6glich gewesen. Hierbei geht ein grosser Dank an alle Teilnehmer und Mentoren, an das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) f\u00fcr die Unterst\u00fctzung als Schirmherren und all seinen Partnern, unter anderem der ETH Z\u00fcrich, Careum Stiftung, Hochschule Luzern, Swisscom, UBS, McKinsey, CSS, Z\u00fcrich Tourismus, spotted by jobs.ch, Curaviva und der Medienpartnerin SRF.<\/p>\n<p>Diese drei Tage haben gezeigt, welche ungeahnten Kr\u00e4fte freigesetzt werden k\u00f6nnen, wenn kluge K\u00f6pfe und Organisationen unkompliziert, schnell und mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten. Nun bleibt es spannend, wie die Ideen in Taten umgesetzt und Chancen erkannt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3000 internationale Talente aus \u00fcber 80 L\u00e4ndern entwickeln im Rahmen eines Schweizer Hackathons 306 technologiebasierte L\u00f6sungen zur COVID-19 Krise. 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